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Das ICHEIC Programm für Holocaust-Erziehung in Europa

In den vergangenen Jahren war in den Ländern Europas ein wachsendes Interesse festzustellen, sich mit dem Holocaust auseinander zusetzen, an den Holocaust zu erinnern und über ihn zu lehren. Viele Staaten haben bereits offizielle Gedenktage zur Erinnerung an den Holocaust wie auch besondere Erziehungsprogramme ins Leben gerufen. Dies wiederum hat die Nachfrage nach ausgereiften und gut durchdachten Curricula sowie adäquater pädagogischer Begleitung bzw. Handreichungen erhöht

Um diesen Herausforderungen angemessen gerecht zu werden, hat die Internationale Schule für Holocaust-Studien das ICHEIC-Programm für Holocaust-Erziehung in Europa eingerichtet. Ziel ist die Ausweitung der Holocaust-Studien in ganz Europa, vor allem im Rahmen der formellen schulischen und außerschulischen Bildung. Ein weiteres wesentliches Anliegen des ICHEIC-Programms ist die Vernetzung von Pädagogen und die langfristige Etablierung eines umfassenden Netzwerkes, um den Kreis qualifizierter Pädagogen im Rahmen der Holocaust-Erziehung in ganz Europa zu erweitern. Diese Pädagogen sollen wiederum die Entwicklung dieser Erziehungsprogramme begleiten und sie an den Schulen sowie relevanten Institutionen einführen. Es ist der außerordentlichen professionellen Erfahrung der Internationalen Schule seit ihrer Gründung 1993 zu verdanken, dass die pädagogischen Aktivitäten im Rahmen des beschriebenen Programms auf diesem internationalen Niveau stattfinden können.

Das Programm wird durch die großzügige Unterstützung der International Commission on Holocaust Era Insurance Claims (ICHEIC), der Internationalen Kommission für Versicherungsansprüche aus der Holocaust-Ära, ermöglicht. ICHEIC wurde 1998 im Zuge der Verhandlungen zwischen europäischen Versicherungsgesellschaften und US-amerikanischen Versicherungs-Anwälten einerseits sowie Repräsentanten internationaler jüdischer Organisationen, Vereinigungen Überlebender und dem Staat Israel andererseits gegründet.
ICHEIC ist die erste Organisation, die Überlebenden des Holocaust und ihren Erben einen Weg ermöglicht, Ansprüche bei Versicherungsgesellschaften geltend zu machen, ohne die Kosten des Verfahrens tragen zu müssen.

ICHEIC hat verschiedene Vereinbarungen mit diversen Versicherungsgesellschaften sowie der deutschen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ getroffen, um Fördergelder für humanitäre Zwecke und Projekte, die mit dem Holocaust in Verbindung stehen, bereitzustellen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem pädagogischen Bereich.

Das ICHEIC-Programm zur Holocaust-Erziehung in Europa sieht sich verantwortlich für die Bewahrung und Weiterentwicklung der Erinnerung an den Holocaust sowie der Lehren, die aus diesem Ereignis gezogen werden können. Weitere Ziele sind die Bekämpfung des zunehmenden Antisemitismus, die Abwehr von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie die Wahrung der Menschenwürde. Seit der Etablierung des ICHEIC-Programms im Jahre 2005 hat die Internationale Schule für Holocaust-Studien bereits eine Reihe von Seminaren für Lehrer aus Europa durchgeführt, unter anderem aus Kroatien, Polen, Ungarn, Rumänien, Deutschland, Österreich, Litauen, Russland, England und Italien.

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