E-Newsletter für die deutschsprachigen Länder
Antisemitismus - Geschichte und Gegenwart
Liebe Leserinnen und Leser, herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe unseres deutschsprachigen Newsletters, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Antisemitismus beschäftigt. Es ist mittlerweile geschichtswissenschaftlicher Konsens geworden, dass der zentrale Antrieb zur Planung und Durchführung der Ermordung der europäischen Juden aus antisemitischen Einstellungen und Überzeugungen resultierte, die von der nationalsozialistischen Propaganda bedient und geschürt wurden. Trotzdem ist bis heute die Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Antisemitismus, seiner Geschichte und seiner Gegenwart im Rahmen pädagogischer Ansätze wenig selbstverständlich. Dies hat seine berechtigten Gründe. Mehr...
Der Mythos der Passivität und der Kampf der deutschen Juden gegen Antisemitismus und Nationalsozialismus
Bis heute hält sich das bereits während der Nazizeit und vor allem nach der Befreiung lancierte Vorurteil, die deutschen Juden hätten sich nicht ausreichend gegen die Nazis und ihren Antisemitismus gewehrt, bevor es dafür zu spät war und die Nazis ihre antisemitische Politik in nahezu allen Ländern Europas installieren konnten. Simcha Epstein zeigt, wie engagiert und vielfältig sich jüdische Organisationen und Einzelpersonen juristisch, politisch und publizistisch dem Antisemitismus der Nazis entgegenstellten und aufgrund fehlender Unterstützung aus nichtjüdischen Kreisen in diesen Bemühungen scheiterten. Mehr...
Kein Vorurteil wie jedes andere
Der Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperte Dr. Lars Rensmann stellt im Gespräch die unterschiedlichen Formen des Antisemitismus vor und diskutiert dessen historische und aktuelle Dimensionen und Eigenschaften, die auch gegenüber anderen Vorurteilen in ihrer Spezifik betrachtet werden müssen.
Antisemitismus in Österreichs Klassenzimmern
Eine pädagogische Herausforderung
Oft wird Antisemitismus lediglich im Kontext des Nationalsozialismus unterrichtet. Andreas Peham und Elke Rajal diskutieren in ihrem Beitrag u.a. über den Zusammenhang der Themen Holocaust und Antisemitismus im Unterricht und warnen davor, Antisemitismus nur auf dessen historische Ausprägung im Nationalsozialismus zu reduzieren und andere Ausformungen zu ignorieren. Diese in den Blick zu nehmen, schließt aber auch das eigene Verständnis von der Spezifik des Antisemitismus mit ein und fordert die Lehrenden dazu heraus, die theoretische Reflexion antisemitischer Ressentiments zu vermitteln. Mehr...
„Das hat's bei uns nicht gegeben!“ - Antisemitismus in der DDR
In der DDR galt ein ganzes Volk per Staatsdoktrin als antifaschistisch. Trotz oder gerade aufgrund der andauernden Thematisierung des „Faschismus“ brauchte man sich daher weder mit der eigenen historischen Schuld noch mit dem spezifischen Schicksal der Juden im „Dritten Reich“ auseinanderzusetzen. So bestanden auch Formen des Antisemitismus in der politischen Kultur der DDR weiter. Anetta Kahane berichtet über den Umgang der DDR mit Antisemitismus und Holocaust und stellt eine Ausstellung zum Thema vor. Mehr...
Buchrezension
Heike Radvan: Pädagogisches Handeln und Antisemitismus
Andreas Koch stellt die soeben erschienene Studie „Pädagogisches Handeln und Antisemitismus“ von Dr. Heike Radvan vor, die nicht nur pädagogische Konzepte, sondern auch die konkreten Strategien von Pädagoginnen und Pädagogen im Umgang mit Antisemitismus untersucht. Mehr...
Mit freundlicher Unterstützung der Erste Bank
Rezension pädagogischen Materials
Wenn Mokkatassen sprechen. Mit Mausklick gegen Antisemitismus und Ausgrenzung
Das Institut für Medien- und Projektarbeit in Nürnberg IMEDANA hat im Rahmen des Projekts „Wenn Mokkatassen sprechen. Mit Mausklick gegen Antisemitismus und Ausgrenzung“ eine CD mit pädagogischen Materialien zum Thema Antisemitismus entwickelt. Noa Mkayton stellt deren Ansätze vor.
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„Hab´ ich gemusst leb´n weiter…“
Nachruf Moshe Bender
Im März berichteten wir davon, dass Moshe Bender, Holocaust-Überlebender aus Polen, in den ersten Februartagen dieses Jahres gestorben ist. Viele Seminarteilnehmer durften ihn während ihres Seminars an der ISHS persönlich kennenlernen. Einer von ihnen war Dr. Wolfgang Proske, der Moshe Bender im November 2010 bei einer Lehrerfortbildung in Yad Vashem kennenlernte. In der ersten Januarwoche 2011, besuchte er Moshe Bender in Ashkelon und interviewte ihn über sein Leben. Aus diesem Gespräch ist ein Artikel entstanden, der über das Leben Moshe Benders erzählt. Mehr...
Neues aus Yad Vashem
In dieser Rubrik finden Sie Informationen über aktuelle Projekte der Gedenkstätte Yad Vashem, neue Angebote und Materialien sowie jüngste Entwicklungen in der International School for Holocaust Studies.
Nachrichten aus den deutschsprachigen Ländern
In dieser Rubrik berichten wir über Aktivitäten unserer Partner in den deutschsprachigen Ländern, Projekt- und Studientage, Fortbildungen, Vernetzungen und aktuelle Entwicklungen.
- Klaus Dönecke (Polizeikommissar Düsseldorf) und Hermann Spix (Lehrer und Autor), beide Mitglieder des Vereins Geschichte am Jürgensplatz, über Ihre Recherchen zum Reserve-Polizei-Bataillon 67
- Aktuelle ICHEIC (The International Commission on Holocaust Era Insurance Claims) Förderungen
- Buchveröffentlichung von Michael Düsing (Geschichtswerkstatt im "Bunten Haus" Freiberg): "`Mein Weg, Herr Oberbürgermeister, ist schon bestimmt`. Judenverfolgung in Freiberg"
- Dr. Noa Mkayton stellt zwei neue Unterrichtsmaterialien aus den deutschsprachigen Ländern vor
Termine
Hier finden Sie aktuelle Termine von Aktivitäten in den deutschsprachigen Ländern, Fortbildungen, Tagungen und Studientagen in den nächsten Monaten.
- Die Shoah im Unterricht heute: Fortbildung in Essen in Kooperation mit der ISHS
- Fortbildungen in der Villa ten Hompel - Yad Vashem Lectures
- Yad Vashem Wechselausstellungen in Frankfurt/Oder, Wien, Buchs, Bregenz und Lustenau
- Theresienstadt – Momente einer Annäherung
- Save The Date: Internationale Konferenz der ISHS im Juni 2012
Impressum
Inhalt und Schlussredaktion: Deborah Hartmann
Textredigierung: Dr. Noa Mkayton, Anna Stocker
Design und Produktion: Stephanie Amara, Liz Elsby, Assaf Tal
Kontakt: germany.education@yadvashem.org.il






